Sonja – ein Junkieleben

Joel Basman und Michael Steiner: Sie sind zwei der bekanntesten Gesichter der Schweizer Filmszene, sie haben sich wieder zusammengetan und stehen auf einer neuen Bühne. Einer Bühne, für welche sie beide nicht wirklich bekannt sind – dem Theater.

Die Theaterbühne wird für ein Thema genutzt, dass den beiden am Herzen liegt und mehr Aufmerksamkeit verdient. See Tickets durfte bei der ersten Probe der beiden Künstler dabei sein und sprach mit ihnen über die Anfänge des Projekts, was damit bewegt werden soll und wie es mit dem Theaterstück weitergehen könnte.

Sonja wird 50 Jahre alt und das ist eigentlich ein Grund zum Feiern. Aber Sonja ist seit 36 Jahren drogenabhängig. Sonja verbringt jeden Tag an der Langstrasse – sie bettelt, parliert und deliriert. Ihr einziger Begleiter ist ihr Hund Tyson. Sonja wünscht sich für ihren 50. Geburtstag die Möglichkeit, einmal den Menschen da draussen ihr Leben erzählen zu können. Und diesen Wunsch erfüllen ihr Joel Basman, der sich in «Sonja» verwandelt und Michael Steiner, der die Regie übernimmt.

Beim Betreten des Proberaumes im Kreis 4 wurde sofort klar, hier sitzen sich zwei Profis gegenüber. Ganz klar, eigentlich wusste man bereits, dass Basman und Steiner Profis sind, doch mit ihnen im selben Raum sah und spürte man dies sogleich. Wie bei einem Tennis-Match ging’s hin und her zwischen ihnen – und die Verwandlung zu Sonja war bereits hörbar.

Glück und Unterstützung für das Projekt Sonja

Am 5. März sehen wir Sonja dann in ihrer vollen Pracht. Es geht endlich los und das Stück «Sonja – ein Junkieleben» feiert Premiere. Doch das ist nicht selbstverständlich, denn es gab eine grosse Hürde, da die Kulturförderung der Stadt Zürich dem Projekt kein Geld zusprach. Schlussendlich konnte das Projekt mithilfe eines Crowdfundings finanziert und das Spendenziel sogar übertroffen werden. Glück für Sonja und Glück für uns – die Zuschauer.

Sennentuntschi und die Idee zu Sonja

Dabei stellt sich die Frage, woher kam die Idee für «Sonja». Um diese Frage zu beantworten, müssen Michael Steiner und Joel Basman weit zurückblicken. Joel Basman begann: «Der Auslöser ist sehr lange her. Während dem gemeinsamen Dreh zu Sennentuntschi (2010, Anm.d.Red.). Dabei haben wir uns fiktiv eine Person und deren Charakter ausgedacht und es kam immer mehr dazu über die Jahre. Durch Beobachtungen im Leben bauten wir uns die Person, den Charakter, die Kleidung und auch die Geschichte dahinter zusammen. Irgendwann kam dann der Gedanke, dass man etwas in dieser Art aufführen könnte. Dann vor circa 2 Jahren, Post-Covid, hatten wir beide Luft und so begannen wir das Thema mehr und mehr zu konkretisieren. Wir dachten uns, das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass nichts daraus wird.»

Michael Steiner erklärte uns weiter: «Wir begannen mit einer intensiven Recherche, schauten viele Dokumentationen und sprachen mit Suchtberatungsstellen. Uns wurde klar: Es kann nicht nur oberflächlich sein, sondern soll den kompletten Menschen und die Geschichte der Menschen abbilden. Mit dem Stück sprechen wir auch vielen Menschen aus dem Herzen. Denn so viele Menschen kamen damit in Berührung und haben geliebte Menschen an die Drogen verloren.»

«Randständige Personen haben eine Superkraft»

Joel Basman verwandelt sich für die Rolle komplett. Dies hatte bereits beim Fototermin auf der Strasse Auswirkungen darauf, wie er in der Gesellschaft wahrgenommen wurde oder besser gesagt, eher nicht wahrgenommen wurde. «Randständige Personen haben eine Superkraft, denn in der Gesellschaft sind sie unsichtbar.», führte Basman aus und fügte an: «Wenn Sonja etwas bewegt, dann umso besser. Das Theaterstück geht um den Menschen, der hinter der Sucht steht. Niemand denkt bei einem Obdachlosen, bei einem Süchtigen, dass er eine Vergangenheit hat, dass er vielleicht mit seiner Frau an der Seite über Babynamen nachdachte und die Bettwäsche gut geduftet hat. Wenn ich mit dem Theaterstück etwas bewegen möchte, dann, dass man solche Personen wahrnimmt und ihnen auch mit Respekt gegenübertritt, in dem man ihnen in die Augen schaut, wenn man angesprochen wird.»

Schöne Worte des Schauspielers, welcher im Kreis 4 aufgewachsen ist und bereits früh in Kontakt mit Drogensüchtigen und Obdachlosen kam. Genau durch seine Erfahrungen hat er einen speziellen Blick auf das Thema, wie Michael Steiner uns bestätigte: «Die Erfahrungen, die Joel als Kind schon machte, waren ein Kernpunkt beim Schreiben von “Sonja – ein Junkieleben”.»

Manege frei oder doch ins Opernhaus?

Im März und April stehen nun 11 Termine in der Kanzlei in Zürich an. Da stellt sich natürlich die Frage, wie es danach für mit Sonja weitergeht. Joel Basman und Michael Steiner wagten mit uns einen Blick in die Kristallkugel und träumen mit einem Augenzwinkern von der Opernhausbühne oder der Manege des Zirkus Knie. Beide grinsten und stellten klar: «Wir sind offen dafür, dass es weitergeht mit Sonja. Wie die Zukunft für sie aussieht, ist noch unklar. Es gibt diverse Möglichkeiten, die wir uns vorstellen könnten.» 
«Wieso nicht einen One-Taker drehen.», platzt es aus Joel Basman raus und Michael Steiner fügt an: «Es kommt sicherlich auch darauf an, wie es ankommt, aber eine Tour durch die Deutschschweiz wäre spannend.»

Die Ideen und Träume sind vorhanden und es bleibt spannend. See Tickets darf das Projekt als Ticketing Partner unterstützen, was den beiden sympathischen Künstlern Luft gibt, um sich auf die wichtigen Dinge zu konzentrieren. «Wir sind extrem glücklich, dass See Tickets uns hilft, dieses Projekt auf die Beine zu stellen.», sagen Basman und Steiner zum Abschluss und wir können uns dem nur anschliessen. See Tickets freut sich sehr auf dieses Projekt und bedankt sich für das Vertrauen!

Falls auch Sie dabei sein möchten, dann müssen Sie jetzt schnell sein! Tickets gibt’s hier bei See Tickets!

 

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